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Integriertes Produktdesign | Hochschule für angewandte Wissenschaften Coburg

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Die Grundlagen des Gestaltens bilden den Einstieg in das gestalterische Denken und Handeln. In einer Vielzahl von unterschiedlichen Aufgaben und Themenstellungen erfahren die Studierenden grundsätzliche gestalterische Herangehensweisen und entwickeln ihre eignen Positionen. Sie lernen Problemstellungen zu analysieren, um daraus Ideen und Konzepte zu entwickeln, die sie in konkreten Entwürfen umsetzen.

In den ersten beiden Semestern liegt ein Schwerpunkt auf der Entwicklung von Offenheit und Experimentierfreudigkeit, sowie Ausdauer und Zielorientierung bei der Bearbeitung gestalterischer Problemstellungen. Die Übungen schulen die differenzierte Wahrnehmung und vermitteln, Begriffe und Gestaltungsprinzipien des Designs im praktischen Tun. Die Studentinnen und Studenten lernen mit der zunehmenden Komplexität der Aufgaben und den vielfältigen Aspekten der Form, Funktion, Bedeutung und Realisation im Design umzugehen.

Im dritten und vierten Semester steht die freie Formgestaltung im Mittelpunkt. Nachdem Produkte und Leistungen sich immer mehr immaterialisieren und sich damit traditionellen Interpretations- und Aneignungsverhalten entziehen, ihre Sinnhaftigkeit sich kultursemantisch nicht mehr ableiten lässt aber auch fertigungsorientierte Produktaussagen an Bedeutung verlieren, wird der Mythos von „form follows function“ offensichtlich.
Produkte und Leistungen werden immer stärker in ihrem Kontext von Gebrauch und Kultur wahrgenommen. Konsequenterweise wird so die kritische und analytische Auseinandersetzung mit dem Objekt und seiner Perzeption wie Apperzeption zum zentralen Kern der Arbeiten in Grundlagen der Gestaltung. Die Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Kontexten und die gezielte Umsetzung in die Informierung und Gestaltung von Objekten unter Berücksichtigung relevanter produktsprachlicher Aspekte – seien es zeichenhafte oder formalästhetische.
Diese meistens frei von Funktionen zu realisierenden Artefakte fordern dabei eine intensive Beschäftigung mit dem Gebrauch, der Vielschichtigkeit äußerer und innerer Bezüge und gesellschaftlicher Erfahrungen, Wissen auch um deren Veränderungen und Widersprüchlichkeiten.
Frei von funktions- und konstruktionsorientierten Limitierungen und damit auch nur scheinbar objektiven Kriterien, gilt es dabei mitunter radikale Positionen vergleichbar künstlerischen Handelns einzunehmen, aber auch zu Artikulieren, bei gleichzeitig argumentierbarer Überführung in gestaltete Realität, die die Wahrnehmungsästhetik und Encodierbarkeit für die Nutzergruppe in deren soziokulturellen Kontext und Werteverständnis frei von persönlicher Beliebigkeit sicherzustellen vermag.

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