Arbeit über die Veränderung ästhetischer Normen in Gesellschaft und Gestaltung

Harry Müller

Was ist normal und was nicht? Diese Frage bestimmt einen nicht unwesentlichen Teil unseres Lebens. Und dennoch ist es eine Frage, über die selten reflektiert wird. Mit meiner theoretischen Abschlussarbeit im Bachelorstudiengang Integriertes Produktdesign wollte ich dieser Frage auf den Grund gehen. Wie determinieren wir Normalität und deren Abweichungen in verschiedenen Bereichen unseres Lebens? Und wie bestimmt sie uns? Ausgehend von diesen allgemeinen Fragen untersuche ich, welche ästhetischen Normen es in Gesellschaft und Gestaltung gibt und wie sich diese durch neue Abweichungen verändern.  Basierend auf den Erkenntnissen und Fragen, die sich aus dieser theoretischen Abhandlung ergeben haben, entwickle ich eine Objektreihe, um das Vorhergehende zu visualisieren. Auf fünf bekannten Stuhlentwürfen der letzten 150 Jahre fußt diese Reihe, mit der mittels Morphing der Entwürfe die Entwicklung ästhetischer Normen innerhalb der Produktgestaltung demonstriert wird. Die Arbeit soll so ein Bewusstsein für Normen und deren Veränderbarkeit schaffen und die Reflektion fördern, wie Abweichungen von der Norm wahrgenommen und beurteilt werden.