Serielle Unikate

Johannes Zurwesten

Im Zuge der Bachelorarbeit entstanden ein Stuhl, eine Uhr und ein Besteckset.

Durch jeden der Entwürfe wird der Unikatgedanke – also die Einzigartigkeit und nicht vorgesehene Reproduzierbarkeit etwas anders interpretiert.

Beim Stuhl wird die Diversität hauptsächlich durch das Material und die Verarbeitung gesteuert. Bein- und Lehnenhölzer sind serielle Bauteile, die nur lose mit der Sitzfläche verbunden sind undSpielraum in einer Rahmenkonstruktion haben. Fest verbunden werden die Komponenten dadurch, dass sie mit einer Mischung aus Maisstärke und Polyestergießharz vergossen werden. Dadurch lassen sich ganz unterschiedliche Stuhlcharaktere erzeugen.

Der Unikatcharakter der Uhr entsteht erst durch den Gebrauch dieser, da die Patinierung der Kupferscheiben durch Kupfer(II)-nitrat erst mit Verlauf der Zeit entsteht.

Messer, Gabel und Löffel werden mit zufällig variierendem Stanzwerkzeug hergestellt. All die Besteckteile bestehen aus zwei zusammengesetzten Einzelteilen, wodurch die Größe der Laffe beziehungsweise Klinge variiert werden kann.