Projektarbeit

Die Projektarbeiten bilden einen wesentlichen Schwerpunkt im integrierten Studium.

Hier werden theoretische Inhalte der Vorlesungen und Seminare mit den erworbenen Fähigkeiten im praxisorientierten Prozess angewandt. Zahlreiche Unternehmen sind Partner der Projekte und Studienarbeiten. Die Studierenden lernen anhand konkreter Aufgabenstellungen, Inhalte zu ermitteln und zu definieren. In den sehr unterschiedlichen Projektthemen erfahren die Studierenden methodische und experimentelle Zugänge zu Problemstellungen. Im Rahmen der Projektplanung werden Markt-, Trend- und Technologiestudien erstellt, die die Basis der Produktentwicklungen bilden.

Die Qualität von Design ergibt sich im Wert eines Konzeptes für dessen Nutzer. Im Sinne des User Centered Designprocess werden die Zielgruppen und künftigen Nutzer in den Entwicklungsprozess einbezogen.

So liefert beispielsweise das Instrument der empathischen Verbraucherbeobachtung wertvolle Erkenntnisse, die als Grundlage der Designparameter dienen können. Über die Entwicklung abstrakter Nutzungsszenarien werden darüber hinaus konventionelle Vorstellungen abstrahiert und Innovationsprozesse initialisiert. Die Überprüfung der Entwürfe erfolgt in Abstimmung mit den Auftraggebern und gegebenenfalls mit den Anwendern. Bereits in den ersten Semestern müssen sich die Studierenden der Aufgabe stellen, ihre Entwürfe vor führenden Persönlichkeiten in den Unternehmen zu präsentieren und darzustellen. In Verbindung mit Rapid- Prototyping- Verfahren und dem Fach Designmodellbau entstehen qualitativ hochwertige Modelle, die die Entwürfe eindrucksvoll visualisieren und auch auf Messen präsentiert werden. Im Rahmen der Endpräsentation erstellen die Studenten Ausstellungen, Animationen und Dokumentationen ihrer Arbeiten. Der ganzheitliche Ansatz der disziplinübergreifenden Lehre findet hier eine praxisnahe Anwendung.

  • Ziel

    • Befähigung zur Interpretation, Umsetzung gestalterischer Konzeptions- und Entwurfsprozesse
    • Sicherheit in der Herangehensweise an designorientierten Problemstellungen und deren Umsetzung
    • Integration von Marktbeobachtung und Zielgruppenanalyse
    • Empathische und experimentelle Prozesse
    • Befähigung zur strategischen Interpretation umfassender Gestaltungsaufgaben und –Problemstellungen und deren Einbindung in unternehmerische Ziele sowie ihrer disziplinübergreifenden gestalterischen Realisierung
    • Präsentationsformen und Kommunikationsprozesse bei der Entwurfspräsentation
  • Inhalte

    Meist beginnt ein Projekt mit einem Kick-off Meeting, dazu werden zur Recherche Workshops angeboten, häufig auch interdisziplinär (z.B. Szenarienbildung, Personas, Shortstories in Kleingruppen, Leitthemen Ableitung von Designparametern, Gebraucherbeobachtung,…).

    Aus der Recherche entwickelt sich der Entwurfsprozess – konzeptionelle Lösungsansätze verdichten sich zu Vorentwürfen und Mock-ups, die dem Kooperationspartner in einer Zwischenpräsentation vorgestellt wird.

    Auf Grundlage des  Feedbacks werden die Entwürfe weiterentwickelt hinsichtlich Nutzung, Machbarkeit, Unternehmenszielen, Zielgruppen, Produzierbarkeit, etc, sowie einem Konzept zur Kommunikation der Ideen etc.

    Die Projektarbeit endet mit einem Endmodell oder -konzept, dass in einer erneuten Präsentation, oder auch auf einer Ausstellung oder Messe vorgestellt wird. Zu den Abgabemodalitäten gehört neben dem abgeschlossenen Konzept eine Dokumentation, sowie ein Projektbuch aller teilnehmenden Studierenden.

  • Besonderheiten

    • Themenvielfalt (Visionär, konkret realistisch, freie Themen, Praxisbezogen durch Kooperationsprojekte mit namhaften Unternehmen, Produktdesign, Social Design, Universal Design, Experimental Design, Service Design,…)
    • hoher Realitätsbezug durch Zusammenarbeit mit Unternehmen oder Designbüros
    • Etliche Produkte aus Projekt-Kooperationen werden in Serie gefertigt!

Beispiele studentischer Arbeiten